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Frühe Hilfen

Den Frühen Hilfen kommt inzwischen eine wichtige Rolle in der sozialen Infrastruktur für Familien zu. Sie bieten werdenden Eltern und Familien mit Säuglingen und Kleinkindern frühzeitig Unterstützung an, damit sie bestmöglich selbst die Versorgung, Pflege, Erziehung und Förderung ihrer Kinder wahrnehmen können. Zeigen sich verdichtete Belastungslagen und mögliche Gefährdungslagen greifen die Frühen Hilfen diese aktiv auf und sorgen für die notwendige Klärung, um sie frühzeitig abwenden zu können. Die Frühen Hilfen leisten hiermit einen wichtigen Beitrag zu einem präventiven Kinderschutz.

Im Angebotsportfolio der Frühen Hilfen haben sich insbesondere die aufsuchenden Angebote der Gesundheitsfachkräfte (Familienhebammen, FGKiKP etc.), aber auch offene Begegnungsmöglichkeiten und Gruppenangebote für Eltern bewährt. Sie bieten niedrigschwellige Zugänge zu Information und Beratung sowie zu alltagsnaher Begleitung und Entlastung an. Vor dem Hintergrund der Maßgaben zu Kontaktbegrenzungen, Kontakt- oder auch Ausgangssperre stellt sich die Frage, wie notwendige und geeignete Unterstützung unter veränderten Rahmenbedingungen gestaltet werden kann. Diese Frage stellt sich umso dringlicher, als mit zunehmender Dauer dieser Rahmenbedingungen davon auszugehen ist, dass das Konflikt- und Gewaltpotential in den Familien ansteigt und die Eltern mit ihren Bewältigungskompetenzen an ihre Grenzen stoßen.

Das Nationale Zentrum Frühe Hilfen (NZFH) hat auf seiner Webseite inzwischen Empfehlungen und FAQ für Fachkräfte in den Frühen Hilfen bereitgestellt, die in Kooperation mit Landeskoordinierenden, Netzwerkkoordinierenden und Fachkräften der Frühen Hilfen erarbeitet wurden und fortlaufend aktualisiert und ergänzt werden. Diese finden Sie hier.

Ein wichtiges Angebot im Feld der Frühen Hilfen stellt die Schwangerschafts(konflikt)beratung dar. Weitere Informationen hierzu finden sich hier.