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Schwangerschafts(konflikt)beratung

Gemäß § 2 des Schwangerschaftskonfliktgesetzes (SchKG) hat jede Frau und jeder Mann das Recht auf Information und Beratung zu Fragen der Sexualaufklärung, Verhütung und Familienplanung sowie in allen eine Schwangerschaft unmittelbar oder mittelbar berührenden Fragen durch eine hierfür vorgesehene, d.h. staatlich anerkannte und geförderte Beratungsstelle.

Information und Beratung erfolgen kostenlos, auf Wunsch anonym sowie kompetent. Die Beraterinnen und Berater verfügen über eine sozialpädagogische, psychologische oder medizinische Ausbildung. Die Beratungsmöglichkeiten umfassen ein breites Themenspektrum. Dieses reicht von Fragen rund um Sexualität und Verhütung über Vorsorgeuntersuchungen in der Schwangerschaft und Pränataldiagnostik, die Geburtsvorbereitung bis hin zu finanziellen und sozialen Hilfen, Rechtsfragen oder auch Problemen in der Paarbeziehung und Hilfen für Menschen mit Behinderungen und ihre Familien. Ausführlichere Informationen zum Beratungsauftrag und den darin enthaltenen Möglichkeiten finden sich unter familienplanung.de, einer Seite der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA).

Information und Beratung können auf unterschiedlichen Wegen erfolgen – im persönlichen Gespräch, telefonisch oder online via Kontaktformular, Einzel- oder Gruppenchat. Detailliertere Informationen hierzu gibt es ebenfalls auf dieser Seite. Insbesondere die telefonische und die Online-Beratung können gewissermaßen „in gewohnten Bahnen“ auch in Zeiten von Corona weiterlaufen.

Eine Frage, die sich für Frauen in einer Schwangerschaftskonfliktsituation stellt, ist, wie sie fristgerecht die notwendige Beratung erreichen. Denn die Schwangerschaftskonfliktberatung durch eine dafür anerkannte Beratungsstelle oder Arztpraxis ist verpflichtend und nur dort erhalten die Frauen den Beratungsschein, der für einen Schwangerschaftsabbruch gesetzlich vorgeschrieben ist. Unter familienplanung.de heißt es hierzu:

„Aufgrund der Corona-Pandemie kann es sein, dass Beratungsstellen nur noch eingeschränkt arbeiten können. In den meisten Bundesländern ist derzeit eine Schwangerschaftskonfliktberatung über digitale Medien oder per Telefon möglich. Der Beratungsschein wird dann ausnahmsweise per Post oder Bote zugeschickt, in manchen Bundesländern kann er auch gefaxt oder gemailt werden. Erkundigen Sie sich vorab telefonisch oder per E-Mail bei Beratungsstellen in Ihrer Nähe, wie die Regelungen und Schutzmaßnahmen vor Ort sind. Dies ist besonders dann wichtig, wenn Sie Symptome einer Infektion mit dem neuartigen Corona-Virus haben und/oder unter Quarantäne stehen.“

(Quelle: https://www.familienplanung.de/beratung/beratungsarten/#c62701 (24.04.2020)

Eine Datenbank mit Suchfunktion zu einer Beratungsstelle findet sich hier:
https://www.familienplanung.de/no_cache/beratung/beratungsstelle-finden/ (24.04.2020)

Für Schwangere in Not gibt es außerdem die Möglichkeit hier nach Rat und Hilfe zu fragen: Hilfetelefon Schwangere in Not;
Telefon: 0800 40 40 020