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Krisenberatung online

Kinderschutz braucht Präsenz, die derzeit auch – aber nicht nur - digital umgesetzt werden muss. Es gilt ein facettenreiches Netz für Kinder zu spannen.

Bei medial vermittelten Formen der Beratung bedarf es „der Aneignung grundlegender Kompetenzen in Bezug auf das genutzte Beratungsmedium sowie einer medienspezifischen fachlichen Auseinandersetzung und Reflexion dieser Beratungsprozesse“, so steht es in den Ethikrichtlinien der DGSF (www.dgsf.org/ueber-uns/gremien). In der aktuellen Situation müssen viele Fachkräfte ohne eine entsprechende Vorbereitung mit solchen Medien umgehen, sie werden ins kalte Wasser geworfen. Im Kinderschutz ist das mitunter besonders herausfordernd. Um Krisenberatung über diese Medien kompetent umzusetzen wurde von Dr. Joachim Wenzel, Stephanie Jaschke und Emily Engelhardt, Mitglieder der Fachgruppe Onlineberatung und Medien der Deutschen Gesellschaft für Systemische Therapie, Beratung und Familientherapie e. V. (DGSF), eine „Handreichung zur Krisenberatung per Telefon und Video in Zeiten von Corona“ erstellt. Fragen bspw. nach dem Umgang mit suizidalen Krisen, Besonderheiten von Beratungen am Telefon oder per Video oder auch weiterführende Links und Onlineworkshops zu dieser Thematik werden dort beantwortet, vorgestellt bzw. entsprechende Tipps gegeben. Diese finden Sie hier: (www.dgsf.org/ueber-uns/gruppen) Auf der Homepage dieser Fachgruppe finden sich auch Fortbildungen zur Umsetzung systemischer Beratung in digitalen Medien.

Darüber hinaus hat das Institut für E-Beratung der Technischen Hochschule Nürnberg „Handlungsempfehlungen zur kurzfristigen Umsetzung von Onlineberatung vor dem Hintergrund der Corona-Krise“ erstellt, die einen kurzen Überblick über die wichtigsten zu beachtenden Punkte gibt. (https://www.e-beratungsinstitut.de)

 

Gestaltung der Zusammenarbeit von Fachkräften online

Der Umgang mit digitalen Medien ist in der Kinder- und Jugendhilfe lange nicht selbstverständlich – nicht nur, weil vielerorts die notwendigen Voraussetzungen noch nicht geschaffen wurden, sondern auch aufgrund z.T. erheblicher Berührungsängste, nicht zuletzt aufgrund fehlender Erfahrungen. Gerade aber auch die Gestaltung des Fachaustauschs unter Kolleg*innen ist aufgrund häufig eingerichteter Kleinteams, die im Wechsel präsent sind, damit im Falle einer Corona-Infektion nicht alle Fachkräfte quarantänebedingt ausfallen sowie aufgrund erhöhter personeller Ausfälle, nicht einfach. Der Austausch ist daher oft schwer zu realisieren, zugleich aber gesetzlich gefordert und fachlich unabdingbar. Daher sind solche Medien eine Möglichkeit, diesen systematisch und professionell sicherzustellen. Selbst ohne digitale Medien – das zeigen Erkenntnisse problematisch verlaufener Kinderschutzfälle - ist es allerdings schon eine Herausforderung, kollegiale Beratung so zu gestalten, dass sie vertiefende Fallberatungen sicherstellt. Noch anspruchsvoller wird das, wenn der Fachaustausch nun über digitale Medien realisiert werden muss. Deshalb hat der Paritätische Gesamtverband einen Werkzeugkoffer für die Gestaltung von online-Zusammenarbeit und Öffentlichkeitsarbeit zusammengestellt. Dieser beinhaltet z.B. Moderationstipps für Telefonkonferenzen, Vorbereitungstipps für Videokonferenzen, Anleitungen, Empfehlungen und Tipps zu Social Media-Kanälen und diversen Tools zur Zusammenarbeit, FAQs zur digitalen Kommunikation oder auch die Umsetzung schneller Live-Umfragen bei Workshop-Präsentationen. (www.der-paritaetische.de/)

 

    Software-Tipps zur Coronavirus-Pandemie

    Umfassende „Software-Tipps zur Coronavirus-Pandemie“, um die Herausforderungen der aktuellen Krise technisch zu meistern, auch weit über die Gestaltung von Kommunikation hinaus, finden sich bei heise – diese werden außerdem regelmäßig aktualisiert. (www.heise.de/newsticker/ Zu den nachfolgend benannten Bereichen kann man sich dort grundlegend informieren und bekommt zudem Hinweise auf aktuell kostenfreie Leistungen vieler Anbieter:

    • Kommunikation & Heimarbeit
    • Netzwerk, Infrastruktur und Sicherheit
    • Dokumenten- und Informations-Management
    • Finanzen- und Personalmanagement
    • Streaming
    • Gesundheit
    • Lernen und Unterhaltung
    • Multimedia
    • Gaming