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Förderprogramme

Aktionsprogramm „Aufholen nach Corona für Kinder und Jugendliche“ für die Jahre 2021 und 2022

Das Aktionsprogramm „Aufholen nach Corona für Kinder und Jugendliche“ des BMFSFJ stellt 2 Mrd. Euro zum „Abbau von Lernrückständen“ (1 Mrd. Euro) und zur „Förderung frühkindlicher Bildung, für Freizeit-, Ferien- und Sportaktivitäten“ sowie für die „Begleitung von Kindern und Jugendlichen im Alltag und in der Schule“ (1 Mrd. Euro) bereit. Der Bund stellt den Ländern dabei unter anderem 70 Millionen Euro zur Verfügung, um zusätzliche Kinder- und Jugendfreizeiten, außerschulische Jugendarbeit und Angebote der Kinder- und Jugendhilfe umzusetzen. Hier finden Sie eine Zusammenfassung des Aktionsprogramms.
In diesem Themenbereich haben wir verschiedene Inhalte für Sie gesammelt.

  • Wie sollen die Schülerinnen und Schüler nach den Ferien unterstützt werden?
    Parvin Sadigh und Linda Tutmann (Zeit-Online) gehen in ihrem Artikel "Kultusministerkonferenz. Die Angst vor dem Herbst" im letzten Paragraphen auch auf die Umsetzung der Aufholprogramme in den einzelnen Bundesländern ein (28.07.2021).
     

  • Der Paritätische hat geplante Maßnahmen zur Umsetzung des Aktionsprogramms sortiert nach Bundesländern in verschiedenen Übersichten zusammengefasst: 
    • Zum Aufholprogramm insgesamt: hier
    • Kinder- und Jugendfreizeiten, außerschulische Jugendarbeit und Angebote der Kinder- und Jugendhilfe stärken: hier
    • Kinder und Jugendliche mit Freiwilligendienstleistenden und zusätzlicher Sozialarbeit an Schulen unterstützen und fördern: hier
       
  • Folgen, Auswirkungen und Nebenwirkungen der Pandemie in der ambulanten, teilstationären und stationären Erziehungshilfe

    Die Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe e.V. hat in Kooperation mit dem Evangelischen Fachverband für Erzieherische Hilfen RWL eine Handreichung veröffentlicht (Stand: Juli 2021):

    „Die (…) Handreichung ist als Ideensammlung, Anregung, Reflexionsinstrument und auch als Begründungshilfe bei der Beantragung von Mitteln, beispielsweise im Rahmen des Aktionsplanes „Aufholen nach Corona“, zu verstehen. (…) Die einzelnen Punkte der Handreichung wurden sprachlich an den Aktionsplan „Aufholen nach Corona“ angepasst, um die Zuordnung der pandemiebedingten Folgen zu den einzelnen Paketinhalten zu erleichtern“ (S. 2, Hervorhebungen durch FT).
     

  • Das Fachkräfteportal der Kinder- und Jugendhilfe hat eine Übersicht zu Informationen zum Aktionsprogramm sowie zu den Umsetzungsmaßnahmen veröffentlicht.
     
  • Forum Transfer stellt Ihnen eine Liste geordnet nach Bundesländern zur Verfügung, in der Sie die aktuellen Entwicklungen zur Umsetzung des Aufholprogramms nachverfolgen können. Die Liste wird in den nächsten Wochen regelmäßig aktualisiert.
     
  • AUF!leben - DKJS-Programm in der „Aktion Zukunft“: Im Aktionsprogramm „Aufholen nach Corona" wird die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) in der „Aktion Zukunft" des BMFSFJ ein Förderprogramm umsetzen. "Mit dem Programm AUF!leben – Zukunft ist jetzt unterstützt die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung bundesweit Kinder und Jugendliche dabei, die Folgen der Corona-Pandemie zu bewältigen und Alltagsstrukturen zurückzugewinnen. Dabei geht es um das Lernen und Erfahren außerhalb des Unterrichts. Junge Menschen werden in ihrer Persönlichkeitsbildung unterstützt und gestärkt. Soziales Lernen sowie die Bindungen von Kindern und Jugendlichen untereinander sollen durch zielgruppengerechte Angebote vor Ort gefördert werden. Dafür wird die DKJS einen Zukunftsfonds aufsetzen, über den Mittel von Partner:innen und lokalen Akteur:innen beantragt werden können. Förderbare Projekte können verschiedene Ansätze aufgreifen und sich an Kinder und Jugendliche aller Altersgruppen richten." Hier finden Sie weitere Informationen zum Förderprogramm und zur Förderbekanntmachung sowie Beispielkategorien für Förderprojekte.

    Ab dem 6. September 2021 können Fördermittel aus dem Zukunftsfonds im Rahmen des Programms AUF!leben - Zukunft ist jetzt beantragt werden, zunächst für die Förderkategorien KOMPAKT und UMSETZUNGS-PARTNER. Projekte in den weiteren Kategorien des Zukunftsfonds können ab dem 1. November 2021 beantragt werden. Die Antragsunterlagen sowie Angaben zu einer möglichen Antragsberatung finden Sie ab dem 6. September auf der Webseite www.auf-leben.org


     

 

Sonderprogramm Neustart Kultur – Profil: Soziokultur

„Profil: Soziokultur“ legt der Fonds Soziokultur eine neue Förderung im Rahmen des Rettungs- und Zukunftsprogramms NEUSTART KULTUR der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) von bis zu 20 Millionen Euro auf. Es erfolgt eine einmalige Ausschreibung vom 01.08.2021 bis 30.09.2021 für Vorhaben, die in 2022 umgesetzt werden.

Gefördert werden Entwicklungsprozesse und die Organisationsentwicklung von freien, gemeinnützigen Trägern und Einrichtungen des soziokulturellen und kulturellen Feldes. Die Prozessvorhaben sollen dazu dienen, dass Kulturelle Teilhabe und Mitgestaltung auch in unsicheren Zeiten auf der Basis eines klaren Profils und einer Finanzierungs- und Vernetzungsstrategie strukturell stabilisiert werden. Dies geschieht nach lokal unterschiedlichen Fragestellungen und diversen gesellschaftlich-kulturellen Bedingungen sowie bestenfalls unter Einbindung freier Kulturschaffender als Expert*innen der soziokulturellen Praxis und Strukturen.

Ziel ist es, freie Träger der Soziokultur, Kulturellen Bildung und Medienkulturarbeit auf der Basis der Pandemie-Erfahrungen bei Entwicklungsprozessen zu unterstützen, die ihrer mittelfristigen Stabilisierung und strukturellen Verankerung vor Ort dienen. Es können einzelne oder Verbundvorhaben mit bis zu drei Kooperationspartnern beantragt werden.“ Hier finden Sie weitere Informationen.

Informationen zu den regulären Förderprogrammen „Allgemeine Projektförderung“, „Jonge Kunst“ und „U25 – Richtung: junge Kulturinitiativen“ sowie weitere aktuelle Mitteilungen sind auf der Webseite des Fonds Soziokultur zu finden.

Der „Kultur macht stark“-Sommer

„Kultur macht stark“ hat die Antragstellung für lokale Bündnisse und den Zugang zur Förderung laut eigenen Angaben erleichtert: „Bestehende Bündnisse für Bildung können erfolgreiche Projekte in den Sommer- und Herbstmonaten erneut auflegen oder mit einem größeren Teilnehmerkreis durchzuführen. (…) Bei den meisten [Programmpartnern] ist eine Antragstellung ab sofort außerhalb der regulären Fristen möglich. Einige der beteiligten Programmpartner ermöglichen außerdem passgenaue Formate für Ferienprojekte oder stellen Musteranträge zur Verfügung. (…) Anders als bisher kann nun auch eine überregionale Einrichtung mit zwei lokalen Partnern ein Bündnis bilden. (…) Zielgruppe der Angebote sind weiterhin Kinder und Jugendliche im Alter von drei bis 18 Jahren, die wenig oder keinen Zugang zu kulturellen Bildungsangeboten haben.“ Das Programm stellt eine Liste mit den 20 Programmpartnern, die sich an der „Aktion für mehr kulturelle Bildungsangebote in den Sommerferien und darüber hinaus“ beteiligen, zur Verfügung. Diese sowie weitere Informationen finden Sie hier.

Förderprogramm "Total Digital!"

Das vom Deutschen Bibliotheksverband getragene Projekt "Total Digital! – Lesen und erzählen mit digitalen Medien" richtet sich an Kinder und Jugendliche im Alter von drei bis 18 Jahren, denen der Zugang zu Bildung und zu Medien erschwert ist. Im Rahmen der geförderten Aktionen sollen sie Geschichten kennenlernen und dazu angeregt werden, sich mit digitalen Medien kreativ auszudrücken. Zentral ist, dass die Teilnehmenden selbst kreativ arbeiten und die Vorhaben aktiv mitgestalten und umsetzen. Außerschulische Aktionen bilden dabei die Brücke von alltäglicher Mediennutzung zur Leseförderung und greifen die Interessen der Zielgruppe auf. Die Projekte werden vollfinanziert. Nicht finanziert werden Projekte, die bereits begonnen haben oder denen andere Fördermittel zu Verfügung stehen. Bewerbungsschluss ist der 31. Oktober 2021. Weitere Informationen zur Förderung und Bewerbung finden Sie hier.

Initiative „Freischwimmen21 nach Corona"

„Aufbruch, Bewegung, Begeisterung – Die Initiative Freischwimmen21 schafft Perspektive und weitet den Horizont von Kindern und Jugendlichen ab Sommer 2021. Lokal Engagierte der Zivilgesellschaft schließen sich bundesweit zu einem Aktionsbündnis zusammen und laden zum Mitmachen bei ihren Aktionen ein. Das Anliegen der Initiative Freischwimmen21 ist es, zivilgesellschaftliches Engagement zugunsten von Kindern und Jugendlichen wiederzubeleben, die in der Zeit der Pandemie starke Reaktionen auf die strengen Einschränkungen ihrer Lebenswelt entwickelt haben.“
Freischwimmen21 ist eine Initiative von Stiftungen für Bildung e.V. in Kooperation mit dem Bündnis der Bürgerstiftungen Deutschlands und der GLS Treuhand / Zukunftsstiftung Bildung. Die Initiative steht unter der Schirmherrschaft von Anja Karliczek MdB, Bundesministerin für Bildung und Forschung. Gefördert wird die Maßnahme vom Bundesministerium für Bildung und Forschung. Auf der Webseite gibt es u.a. einen Aktions-Finder, bei dem die Organisationen eingeladen sind, ihre bundesweiten Aktionen einzutragen. Die Initiative wird flankiert vom Freischwimmen21-Fonds. Gefördert werden insbesondere Aktivitäten von Einzelpersonen, zivilgesellschaftlichen Akteur*innen und kleineren Initiativen, deren Engagement ohne diese Hilfe nicht möglich wäre. Den Freischwimmen21-Fonds füllen Engagierte, die nicht selbst aktiv sein können, wie fördernde Stiftungen und andere Unterstützer. Die Antragstellung ist niedrigschwellig, schnell und flexibel. Sie erfolgt digital durch eine Bürgerstiftung oder eine andere gemeinnützige Organisation – für eigene Aktionen oder Aktivitäten mit engagierten Einzelpersonen. Hier gelangen Sie zur Webseite. Das Fachkräfteportal der Kinder- und Jugendhilfe hat zudem hier eine Zusammenfassung des Programms erstellt.
 

 

Förderprogramm „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ der Stiftung Lesen

Bundesweit können sich alle Einrichtungen, die Zugang zu benachteiligten Kindern und Jugendlichen haben, im Rahmen des Förderprogramms „Kultur macht stark. Bündnisse
für Bildung“ jederzeit bei der Stiftung Lesen um die Gründung eines Leseclubs (für Kinder von 6-12 Jahren) oder media.labs (für ältere Kinder und Jugendlichezwischen
12 und 18 Jahren) bewerben. Es gibt keine Bewerbungsfrist. Ziel ist es benachteiligten Kindern und Jugendlichen langfristige, regelmäßige und niedrigschwellige Leseförderung
in der Freizeit oder als Schul-AG zu ermöglichen.
Weitere Informationen finden Sie hier.

Hilfen des BMFSFJ für soziale Einrichtungen

Viele soziale Einrichtungen, u.a. für Kinder und Jugendliche, haben durch die Covid-19-Pandemie Umsatzeinbußen. Durch verschiedene Hilfsmaßnahmen der Bundesregierung bzw. des BMFSFJ soll ihre Existenz gesichert werden.
Diese Seite gibt einen Überblick:

 

Ansätze zur Unterstützung digitaler Ausstattung in Familien und Jugendhilfeeinrichtungen

Auf Bundesebene:

Mit dem DigitalPakt Schule 2019 bis 2024 („Sofortausstattungsprogramm“) sollen u.a. Schüler*innen unterstützt werden, die zu Hause über kein mobiles Endgerät verfügen:

Bund und Länder haben dazu eine Verwaltungsvereinbarung getroffen:

 

Auf Bundes- und Länderebene:

Der Paritätische Gesamtverband hat zahlreiche Förderprogramme zur Digitalisierung zusammengetragen. Hier finden Sie sowohl bundesweite als auch bundeslandspezifische (u.a. Bayern, Hamburg, Sachsen, Schleswig-Holstein) Programme zur Unterstützung der digitalen Ausstattung:

 

Auf Landes- und Kommunalebene:

Von Ländern und Kommunen gibt es weitergehende Förderprogramme und Vorgehensweisen bei der Erstattung von Kosten für die digitale Ausstattung. Wir werden die Liste sukzessive erweitern. Bitte helfen auch Sie uns, diese zu ergänzen, indem Sie uns einen entsprechenden Hinweis mit einem Link schicken.

  • In Rheinland-Pfalz fördert das Ministerium für Familie, Frauen, Jugend, Integration und Verbraucherschutz die Anschaffung von digitaler Ausstattung zur Unterstützung von kontaktlosen Beratungs-, Schulungs- und Begegnungsangeboten in der Corona-Krise mit bis zu 1000 €. Hier finden Sie die Förderkriterien sowie den dazugehörigen Antrag.

Kampagnen und Förderprogramme von Vereinen, öffentlichen Trägern oder Stiftungen

  • Der AWO Bezirksverband Mittelrhein e.V. hat ebenfalls eine Kampagne gestartet („Schulcomputer für alle“), um auf das Thema der angemessenen technischen Ausstattung aufmerksam zu machen. Der Verein bietet Informationen sowie einen Musterantrag zu Kostenübernahme für Familien mit geringem Einkommen.
     
  • Das Deutsche Kinderhilfswerk hat ein Nothilfe Paket zur Förderung des digitalen Unterrichtes in Flüchtlingsunterkünften aufgelegt https://www.dkhw.de/foerderung/corona-nothilfe-pakete/
     
  • Der Tacheles e.V. Wuppertal startete die Kampagne "Schulcomputer sofort". Auf der Homepage des Vereins wird zusammengefasst, welche Personengruppen Anspruch auf finanzielle Unterstützung für Schulcomputer haben. Zudem werden Musteranträge und gerichtliche Hintergründe bereitgestellt.

Möglichkeiten der Kostenübernahme technischer Ausstattung für stationär untergebrachte Kinder und Jugendliche

Das DIJuF hat auf seiner Seite zu Fragen und Antworten zur Corona-Krise im Bereich „Hilfe zur Erziehung - Stationär“ die Frage beantwortet, welche Möglichkeiten der Kostenübernahme es für technische Ausstattung für stationär untergebrachte Kinder und Jugendliche gibt. Sie beziehen sich dabei auf § 39 Abs. 3 SGB VIII. Die komplette Antwort finden Sie hier.