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Umfragen und Forschungsberichte

  • Veröffentlichung „Unterstützung durch Schulbegleiter*innen trotz corona-bedingten Schulschließungen“
    In dem Artikel von Katharina Henn, Lydia Schönecker, Dr. Stephanie Lange, Prof. Dr. Jörg M. Fegert und Prof. Dr. Ute Ziegenhain werden Ergebnisse zweier Untersuchungen zu Schulbegleitung während der corona-bedingten Schulschließungen vorgestellt, die rechtlichen Auswirkungen des Homeschoolings auf den Hilfeanspruch der Kinder und die Arbeit der Schulbegleiter*innen skizziert. Abschließend werden Fragestellungen diskutiert, die sich bei möglichen weiteren Lockdowns ergeben und die, aus Sicht der Autor*innen, darüber hinaus zur strukturellen Weiterentwicklung dieses wichtigen Hilfefelds notwendigerweise zu klären sind. Der Beitrag wurde in JAmt 2020, 482 (H. 10) veröffentlicht und ist hier abrufbar (zuletzt aufgerufen am 13.01.2021).
     

  • Im Krisenmodus. Wie das Coronavirus den Alltag von Eltern und Kindern verändert – eine Zwischenbilanz
    DJI Impulse – Das Forschungsmagazin des Deutschen Jugendinstituts: „Im Krisenmodus. Wie das Coronavirus den Alltag von Eltern und Kindern verändert – eine Zwischenbilanz“.
    Inhalte: „Kinder brauchen andere Kinder“: Bundesfamilienministerin Giffey im Interview // Krisenbewältigung in der Kita: Lehren aus der ersten Welle // Kinderschutz trotz Corona: Daten zu Gewalt in Familien.
    Das Magazin ist hier online zu finden. (05.01.2021)
     

  • Kompetent lernen im Lockdown mit digitalen Medien? Eine Übersicht zu ausgewählten Forschungsergebnissen
    vom Orde, Heike: „Kompetent lernen im Lockdown mit digitalen Medien?“ Eine Übersicht zu ausgewählten Forschungsergebnissen. Der Artikel bietet einen Überblick zu ausgewählten Forschungsergebnissen zum digitalen Lernen im schulischen Kontext vor und während der Schulschließungen im Frühjahr 2020 in Deutschland In: Televizion 33/2020/2, S. 10-14. (05.01.2021)
     

  • Körperliche Aktivität und Bildschirmzeit von Kindern und Adoleszenten vor und während des Corona-Lockdowns in Deutschland: Ein natürliches Experiment
    In den Monaten der Corona-Pandemie haben sich Kinder und Jugendliche Bewegungsmöglichkeiten im Alltag gesucht. Die Motorik-Modul-Studie (MoMo) des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) und der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe (PHKA) vergleicht im Rahmen einer ergänzenden repräsentativen Studie mit mehr als 1.700 Kindern und Jugendlichen zwischen vier und 17 Jahren körperliche Aktivität und freizeitliche Bildschirmnutzung vor und während des Lockdowns. Über die Ergebnisse berichtet das Team in der Zeitschrift Nature. Den Artikel finden Sie auf Englisch („Physical activity and screen time of children and adolescents before and during the COVID-19 lockdown in Germany: a natural experiment“) hier.
     

  • Corona-Auswirkungen für die evangelische Jugendarbeit – Erhebung unter Jugendreferent*innen im September 2020
    Im September 2020 wurde unter den Jugendreferent*innen des Evangelischen Jugendwerks in Württemberg eine Befragung zu den Folgen der Corona-Krise für die Kinder- und Jugendarbeit durchgeführt. Die Ergebnisse der von der Evangelischen Hochschule Ludwigsburg erstellten Studie sowie der Fragebogen stehen hier zum Download bereit.
     

  • „International Care Leavers Convention“ – Dokumentationen und Berichte zur ersten weltweiten Vernetzungskonferenz von Careleaver*innen
    Von 23.-25. November 2020 fand die „International Care Leavers Convention“ pandemie-bedingt als Online-Kongress statt. Zudem fand am 11. Dezember 2020 ein Post-Event zum Austausch über die Kernergebnisse zwischen Careleaver*inen und politischen Interessenvertreter*innen statt. An der Fachveranstaltung, die von jungen Menschen in Selbstorganisation und mit Begleitung der Universität Hildesheim sowie der indischen NGO Udayan Care und mit weiterer Unterstützung der FICE International ins Leben gerufen wurde, nahmen insgesamt ca. 1450 Careleaver*innen, Fachkräfte, Wissenschaftler*innen und Interessenvertreter*innen der Kinder- und Jugendhilfe im Bereich Leaving Care aus 84 Ländern teil.
    Ein ausführlicher Tagungsbericht von Dorothee Kochskämper (Uni Hildesheim) erscheint in der Fachzeitschrift Forum Erziehungshilfen, Heft 1/2021, unter der Rubrik „Internationales“.
    Hier finden Sie umfangreiche Dokumentationen im virtuellen Kongresszentrum und hier einen englischsprachigen Bericht und weitere Materialien der FICE International
     

  • Tag der Bildung.
    Rund 2.700 Jugendliche hat der Stifterverband im Sommer befragt, wie sie die Corona-Zeit erlebt haben. Eine Gruppe dieser Jugendlichen traf sich im November, um auf Basis der Umfrageergebnisse Forderungen an die Politik zu formulieren. Ihre Forderungen haben die Jugendlichen der Politik und der Öffentlichkeit am Tag der Bildung am 8. Dezember 2020 übergeben. Dies geschah im Rahmen einer Podiumsdiskussion mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Bildung und Schule, die als Livestream im Internet übertragen wurde. Hier finden Sie die Forderungen der Jugendlichen und hier geht es zu den Umfrageergebnissen.
     

  • Ergebnisse Folgestudie: So leiden beeinträchtigte Kinder und ihre Eltern durch COVID-19.
    Welchen enormen Belastungen Familien mit beeinträchtigten Kindern und Jugendlichen im ersten Corona-Shutdown ausgesetzt waren, hatte eine Studie des Inclusion Technology Lab und Fraunhofer FIT im Mai 2020 gezeigt. Die jetzt veröffentlichte Folgestudie liefert Erkenntnisse darüber, wie die Betroffenen den Pandemie-Sommer erlebten und welche Unterstützungsformen sie im Falle eines neuen Schul-Lockdowns benötigen. Die Ergebnisse der Studie finden Sie hier.
     

  • Soziale Arbeit im Ausnahmezustand?! Professionstheoretische Forschungsnotizen zur Corona-Pandemie.
    Die ersten Trends der von Prof. Dr. Christina Buschle und Prof. Dr. Nikolaus Meyer durchgeführten Studie machen deutlich: Zwei von drei Befragten geben an, dass Schutzausrüstung am Arbeitsplatz fehlt und sie sich in ihrer Tätigkeit gesellschaftlich nicht ausreichend anerkannt fühlen. Zudem erwartet die Mehrheit der Befragten, dass sich die Folgen von Corona in der Sozialen Arbeit erst in den kommenden Wochen und Monaten abzeichnen werden. Veröffentlichung: Buschle, C. & Meyer, N. (2020): Soziale Arbeit im Ausnahmezustand?! Professionstheoretische Forschungsnotizen zur Corona-Pandemie. Soziale Passagen (1). Erste Ergebnisse der Studie finden Sie hier.
     

  • Familie heute. Daten. Fakten. Trends. Familienreport 2020 (BMFSFJ)
    „Familie heute. Daten, Fakten, Trends- Familienreport 2020“ informiert über die aktuellen Entwicklungen von Familien und stellt die Vorhaben, Maßnahmen und Programme der Familienpolitik der Bundesregierung dar. Er enthält aktuelle Zahlen und Daten zum Familienleben und eine umfassende Darstellung von Leistungen, Wirkungen und Trends rund um Familie und Familienpolitik. Neu im Vergleich zu früheren Ausgaben sind die Erkenntnisse darüber, wie es Familien im Corona-Lockdown im Frühjahr 2020 ergangen ist sowie die umfangreichen Vergleiche mit anderen Ländern. Den Bericht finden Sie hier.
     

  • Angst vor der Zukunft – Jugendalltag 2020: Erste Ergebnisse der bundesweiten Studie „JuCo 2“
    Wie erleben Jugendliche die Corona-Krise? Ein Forschungsteam der Universitäten Hildesheim und Frankfurt gibt erste Ergebnisse der zweiten bundesweiten Befragung von Jugendlichen in der Corona-Zeit bekannt. Über 7.000 Jugendliche und junge Erwachsene haben an der Befragung teilgenommen. Fast die Hälfte der befragten jungen Menschen gibt an, Angst vor der Zukunft zu haben.
    Zentrale Ergebnisse sind:

    • Junge Menschen erfahren in Bildung und Freizeit sehr starke Einschränkungen. Viele Jugendliche erleben in Zeiten der Pandemie eine große psychische Belastung – Ausgleichsmöglichkeiten fehlen hingegen.

    • Fast die Hälfte der befragten jungen Menschen gibt an, Angst vor der Zukunft zu haben.

    • Auch weiterhin fühlen sich viele junge Menschen mit ihren Sorgen nicht gehört. Sie geben an, so gut wie gar nicht an den Aushandlungs- und Entscheidungsprozessen über die Gestaltung der Infektionsschutzmaßnahmen und ihrer zeitweiligen Lockerungen beteiligt worden zu sein.

    • Erwachsene stehen in der Verantwortung den jungen Menschen Räume zu schaffen und mit ihnen in den Dialog zu treten. Die Rechte und Bedarfslagen müssen anerkannt werden – auch in Krisenzeiten.
       

    Viele der Befragten leiden unter Einsamkeit, sie vermissen ihre sozialen Kontakte und Freizeitaktivitäten. Der psycho-soziale Ausgleich zum Lernen und den sozialen Einschränkungen während der Pandemie fehlt. „An der zweiten Befragung haben im Vergleich zur ersten Erhebung im Frühjahr 2020 mehr junge Menschen teilgenommen, die nicht mehr zur Schule gehen. Besonders junge Menschen in biografischen Übergangsphasen blicken besorgt in die Zukunft, so konnte bereits in der „JuCo 1“-Studie gezeigt werden. Einsamkeit, finanzielle Sorgen und andere Nöte stellen für viele eine große Belastung dar“, so Dr. Tanja Rusack, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Sozial- und Organisationspädagogik der Stiftung Universität Hildesheim.

    An den über 1.500 Freitextantworten und Kommentaren zeigt sich ein hoher Mitteilungsbedarf der jungen Menschen. Sie haben den Eindruck, dass ihre Bedarfe von der Politik nicht wahrgenommen werden. Johanna Willmes, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Universität Frankfurt, verdeutlicht: „Jugendliche wollen mitbestimmen – auch in der Corona-Zeit. Sie haben wichtige Ideen zur Umsetzung unterschiedlicher Maßnahmen in ihrem Alltag. Doch diese Stimme wird kaum gehört.“ Noch haben wir es jugendpolitisch in der Hand, ob junge Menschen die Zeit der Corona-Pandemie als verlorene Zeit ansehen werden.

    Entscheidungsträger:innen sind jetzt gefordert zu handeln, damit der Jugendalltag 2021 den Rechten und Bedarfen junger Menschen – auch in Krisenzeiten – gerecht wird – so ein wesentliches Plädoyer der Forscher:innen in dem ersten zu den Ergebnissen aus „JuCo 2“ veröffentlichten Papier.

    Die ersten Ergebnisse der Studie „JuCo 2“ finden Sie hier.
     

  • Evaluationsbericht Forum Transfer
    Im Rahmen des BMFSFJ-geförderten Projekts „Arbeitsfähige Kinder- und Jugendhilfe in Zeiten von Corona. Entwicklung und Transfer von Konzepten für die Handlungsfelder der Kinder- und Jugendhilfe bei öffentlichen und freien Trägern“ und in Kooperation mit dem Institut Sozial- und Organisationspädagogik der Universität Hildesheim, dem Institut für Sozialpädagogische Forschung Mainz gGmbH (ism), der Internationalen Gesellschaft für erzieherische Hilfen (IGFH) und dem Deutschen Institut für Jugendhilfe- und Familienrecht e.V. (DIJuF) hat Forum Transfer einen Evaluationsbericht veröffentlicht. Diesen finden Sie hier.
     

  • Kinderschutz in Zeiten von Corona. Was wissen wir über die Kinderschutzverdachtsmeldungen in Rheinland-Pfalz?
    Im Rahmen des seit 2002 bestehenden Projekts „Qualitätsentwicklung durch Berichtswesen", das vom Ministerium für Familie, Frauen, Jugend, Integration und Verbraucherschutz (MFFJIV) und den 41 kommunalen Jugendämtern in Rheinland-Pfalz getragen wird, werden zentrale Leistungen der Kinder- und Jugendhilfe erhoben. Seit 2010 werden ebenfalls die Gefährdungsmeldungen gem. § 8a SGB VIII erhoben und in einem jährlichen Monitoringbericht für Rheinland-Pfalz sowie für die beteiligten Jugendämter in Form von Profilen aufbereitet.
    Im Mai 2020 hat sich ein Großteil der Jugendämter freiwillig bereit erklärt, ihre aktuellen § 8a SGB VIII Daten des Jahres 2020 zur Verfügung zu stellen, um den Verlauf der Pandemie nachzeichnen zu können und Erkenntnisse zum Umgang mit der Pandemie in den Jugendämtern in Rheinland-Pfalz zu erlangen.
    Mit dem neuen Kurzbericht zur Zusatzerhebung der Gefährdungseinschätzungen gemäß § 8a Abs. 1 SGB VIII anlässlich der SARS-CoV-2-Pandemie liegen erstmalig konkrete Ergebnisse über die Kinderschutzverdachtsmeldungen für den Zeitraum von Januar bis August/September 2020 in einem Bundesland vor. Den Bericht sowie Weiteres zum Thema finden Sie hier.
     

  • Nachteilsausgleich für Kinder und Jugendliche in der Corona-Pandemie - Politische Forderungen anhand der KiCo- und JuCo-Studien
    Ein Jahr im Alltag von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen hat starkes Gewicht. Der Forschungsverbund „Kindheit – Jugend – Familie in der Corona-Zeit (bundesweite Studien JuCo und KiCo, t1p.de/studien-corona) empfiehlt deshalb, dass die Bundesregierung eine Ad-hoc-Sachverständigen-Kommission unter Beteiligung von jungen Menschen einsetzt.
    Diese soll noch in diesem Jahr einen Maßnahmenkatalog für den Nachteilsausgleich in Bezug auf Kindheit, Jugend und das junge Erwachsenenalter erarbeiten und im Zuge einer Bedarfserhebung einen Bericht zu den Folgen der Pandemie für junge Menschen erstellen. Die Kommission sollte durch das Bundesjugendkuratorium beraten und von einer Forschungseinrichtung unterstützt werden.
    Kernbereiche des Maßnahmenkatalogs umfassen die Umsetzung der Schutz-, Beteiligungs- und Förderrechte von jungen Menschen auch in Zeiten einer Pandemie.
    Zum Papier
    Quelle: Stiftung Universität Hildesheim vom 29.09.2020
     

  • 6. Monitor Jugendarmut 2020: Rund ein Viertel aller Armutsgefährdeten in Deutschland sind unter 25 Jahren
    Im Monitor „Jugendarmut in Deutschland“ stellt die Bundesarbeitsgemeinschaft Katholische Jugendsozialarbeit (BAG KJS) e.V. alle zwei Jahre Daten und Fakten zur Situation benachteiligter junger Menschen zwischen 14 und 27 Jahren zusammen. Der Monitor „Jugendarmut in Deutschland 2020“ beleuchtet insbesondere die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Perspektiven benachteiligter Jugendlicher.
    Insgesamt sind rund 13,2 Mio. Menschen in Deutschland armutsgefährdet. Davon sind ein Viertel bzw. 3,2 Millionen Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene unter 25 Jahren. Die meisten dieser jungen Menschen leben in Haushalten, die auf Grundsicherung angewiesen sind. Das Arbeitsministerium schätzt, dass die Zahl der Haushalte mit Grundsicherung durch die Coronakrise um 1,2 Millionen Haushalte steigen wird. Gleichzeitig befürchtete die Bundesagentur für Arbeit corona-bedingt einen Anstieg der unversorgten Bewerber*innen und hatte in ihrer Statistik 47.000 weniger freie Ausbildungsplätze erfasst als im Vorjahr. Mit Blick auf Bildungszugänge und digitale Chancengleichheit zeigt sich: 86 Prozent der jungen Menschen aus Familien mit ALG II-Bezug haben zwar Zugang zu einem Computer und Tablet. Doch nur 37,5 Prozent der 14-Jährigen aus Familien mit ALG II-Bezug besitzen selbst einen Computer oder Tablet, in bildungsfernen Familien sogar nur 34,2 Prozent.
    Zum vollumfänglichen Bericht und weiteren Materialien
    Quelle: BAG KJS vom 08.10.2020
     

  • "Global Girlhood Report 2020" und "Protect a Generation"-Report beleuchten Auswirkungen der Pandemie auf Kinder und Jugendliche
    Mit dem Bericht „Protect a Generation“ hat Save-the-Children die Ergebnisse einer globalen Umfrage zu den Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Lebenslagen von Kindern und Jugendlichen vorgelegt. An der quantitativen Studie haben über 17.500 Eltern und Sorgeberechtigte und rund 8.000 Kinder und Jugendliche aus 37 Ländern teilgenommen.
    Die Umfrage belegt, dass die COVID-19-Pandemie die Ungleichheiten entlang der Dimensionen Schutz, Wohlstand, Bildungschancen und besonders Geschlecht verstärkt. Während der Schulschließungen betrug der Anteil gemeldeter Fälle von häuslicher Gewalt bei 17 Prozent, verglichen mit 8 Prozent, als Kinder noch zur Schule gingen. Zwei Drittel der Kinder gaben zudem an, während der Schulschließungen überhaupt keinen Kontakt zu ihren Lehrkräften gehabt zu haben, im östlichen und südlichen Afrika waren es sogar acht von zehn Kindern.
    Zur Globalen Umfrage „Protect a Generation“

    Ein spezifischer Bericht von Save-the-Children zur Situation von Mädchen, der „Global Girlhood Report 2020“, zeigt zudem, dass Mädchen von den Alltagsfolgen der COVID-19-Pandemie stärker betroffen sind als Jungen: 63 Prozent der Mädchen sagten, dass sie nun mehr Hausarbeiten erledigten und mehr als die Hälfte gab an, mehr Zeit für die Betreuung von Geschwistern aufzuwenden. Bei den Jungen waren es 43 Prozent beziehungsweise 42 Prozent. 20 Prozent der Mädchen gaben an, dass sie während der Schulschließung keinen Zugang zu alternativen Bildungsgelegenheiten hatten, während dies „nur“ bei 10 Prozent der Jungen der Fall war.
    Save-the-Children geht zudem davon aus, dass in humanitären Krisen Mädchen am stärksten von Frühverheiratung und Frühschwangerschaft bedroht sind. Besonders viele Frühverheiratungen gibt es in Südasien (191.000), gefolgt von West- und Zentralafrika (90.000) und Lateinamerika/Karibik (73.400). Auch in Ostasien und in der Pazifikregion (61.000), Europa und Zentralasien (37.200) sowie im Nahen Osten und Nordafrika (14.400) nehmen Frühverheiratungen im Kontext der Pandemie wieder zu.
    Zum „Global Girlhood Report 2020“
    Quelle: Save the Children vom 10.09.2020 und 01.10.2020
     

  • DJI-Forschungsüberblick beleuchtet Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Arbeit im Kinderschutz
    Dr. Birgit Jentsch und Dr. Brigitte Schnock vom Deutsches Jugendinstitut (DJI) haben im Rahmen des Nationalen Zentrums Frühe Hilfen (NZFH) untersucht, welche Auswirkungen die Pandemie auf den Kinderschutz hat und wie sich die Arbeit von Fachkräften mit den aktuellen Herausforderungen verändert. Die DJI-Wissenschaftlerinnen werteten wissenschaftliche Artikel, Positionspapiere von Berufsverbänden und erste Ergebnisse empirischer Studien aus. Nach wie vor ungeklärt ist, ob die Pandemie zu mehr Gewalt in Familien geführt hat. Während die Zunahme der Hilfegesuche in Kinder- und Elternchats bzw. Sorgetelefonen als Hinweis für ein erhöhtes Gefährdungsrisiko, sowie die Zahlen der Gewaltschutzambulanz des Universitätsklinikums Charité als Zunahme gelesen werden können, geht aus den Ergebnissen wie bspw. des Jugendhilfebarometer keine generelle Zunahme der Gefährdungsmeldungen hervor, so die Autor*innen. Ob es tatsächlich entgegen zahlreicher Befürchtungen nicht zu einem Anstieg der Gewalt in Familien kam oder ob das Dunkelfeld nicht entdeckter Gefährdungen während der Pandemie gewachsen ist, muss offen bleiben. Fest steht: In Deutschland gingen vor der Pandemie etwa 40 Prozent der Hinweise auf Kindeswohlgefährdungen von Schulen, Kitas und Horten aus.
    Die Ergebnisse erschienen u.a. in dem Artikel „Kinder im Blick? Kindeswohl in Zeiten von Corona“, in: Sozial Extra 5/2020.
    Quelle: DJI vom 08.10.2020
     

  • Corona-Chronik. Gruppenbild ohne (arme) Kinder. Eine Streitschrift.

    Gerda Holz, Kinderarmutsforscherin am ISS-Frankfurt a. M., und Antje Richter-Kornweitz von der Landesvereinigung Gesundheit Niedersachsen haben eine Auswertung von rund 60 Veröffentlichungen (wissenschaftliche Untersuchungen, Stellungnahmen und Positionspapiere, Reportagen, Praxismeldungen) aus dem Zeitraum März bis August 2020 zu (armen) Kindern und Corona vorgenommen. Die Streitschrift inklusive Grafik und Literaturrecherche verfolgt die Intention, Kinder und Jugendliche – und insbesondere arme und weitere sozial benachteiligte – mehr in den Mittelpunkt des Corona-Geschehens zu rücken als dies in den vergangenen Monaten der Fall war. Dazu wird komprimiert und auch grafisch eine Chronologie von Krisenmaßnahmen des Bundes mit dem Fokus auf diese Gruppe der Kinder und Jugendlichen skizziert. Den gesamten Bericht können Sie hier finden.
     

  • Ergebnisse der Befragungen der Jugend(sozial)arbeit und Jugendverbandsarbeit in Rheinland-Pfalz zur Arbeit in Zeiten von Corona
    Im Mai/Juni 2020 hat das ism in Rheinland-Pfalz in Kooperation mit dem Ministerium für Familie, Frauen, Jugend, Integration und Verbraucherschutz RLP (MFFJIV), dem Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung RLP (LSJV), Abteilung Landesjugendamt sowie dem Landesjugendring RLP (LJR) zwei Online-Befragungen bei der Jugend(sozial)arbeit bzw. der Jugendverbandsarbeit durchgeführt. Die Befragungen dienten dazu, einerseits einen landesweiten Überblick bzw. Einblicke zu erhalten, was in der Corona-Krise im Land in der Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit sowie der Jugendverbandsarbeit angeboten wurde, zum anderen die Bedeutung der Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit sowie der Jugendverbandsarbeit als notwendige öffentliche Daseinsvorsorge für junge Menschen gerade auch in der Zeit des Kontaktverbotes und der Kontaktminimierung deutlich hervorzuheben.
     

  • Die Ergebnisse der zwei Online-Befragungen sowie die Pressemeldung des MFFJIV sind hier abrufbar:

    Statusbericht (mobile) Jugendarbeit und (aufsuchende) Jugendsozialarbeit in Rheinland-Pfalz in Zeiten von Corona

    Statusbericht Jugendverbandsarbeit in Rheinland-Pfalz in Zeiten von Corona

    Pressemeldung des MFFJIV vom 11.08.2020
     

  • Die Organisation „Volkshilfe Österreich“ hat eine Umfrage armutsbetroffener Familien in Österreich durchgeführt. Themenschwerpunkte waren u.a. die Auswirkungen des Lock Downs, Schulschließungen, Teilöffnung der Schulen sowie die ökonomische Situation der Familien. Hier gelangen Sie zu den Ergebnissen.
     
  • Schulsozialarbeit in Sachsen in Zeiten der Corona-Pandemie“: Die Ergebnisse der ersten von drei geplanten sachsenweiten Erhebungen können hier eingesehen werden. Die erste Befragung beleuchtet die Arbeitsbedingungen und Handlungsmöglichkeiten der Schulsozialarbeit während der Schulschließungen. Der Fokus der aktuell laufenden zweiten Erhebung liegt auf dem eingeschränkten Regelbetrieb.
     
  • Eine Seminargruppe der Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW) Hamburg führte Mitte Mai die Befragung "Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Offene Kinder- und Jugendarbeit" durch, an der sich 41 Einrichtungen der Offenen Kinder- und Jugendarbeit in Hamburg beteiligten. Unter anderem wurde danach gefragt, wie der Kontakt zu den Kindern und Jugendlichen in Corona-Zeiten gestaltet wird und inwiefern die Einrichtungen digital ausgestattet sind. Darüber hinaus wurde die Angebotsplanung für die Sommerferien in den Blick genommen. Erste Ergebnissen können hier eingesehen werden.
     
  • Das Deutsche Jugendinstitut (DJI) führte eine Onlinebefragung DJI-Jugendhilfeb@romter zu den Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die kommunale Kinder- und Jugendhilfe in Jugendämtern durch. Nun sind die Ergebnisse aufbereitet und stehen zum Download bereit. Die Studie basiert auf einer Onlinebefragung an der sich etwa zwei Drittel der deutschen Jugendämter beteiligt haben.
    Der Ergebnisbericht kann unter folgendem Link heruntergeladen werden:
    https://www.dji.de/fileadmin/user_upload/bibs2020/1234_DJI-Jugendhilfebarometer_Corona.pdf
     
  • Die Plattform "World Pandemic Research Network" (WPRN) bietet ein globales Verzeichnis an geplanten, laufenden sowie abgeschlossenen wissenschaftlichen Untersuchungen und Forschungsprojekten, welche sich mit den gesellschaftlichen und menschlichen Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auseinandersetzen. Auf dieser Homepage werden in Echtzeit relevante Informationen zu den jeweiligen Forschungsvorhaben bereitgestellt: https://wprn.org/search/

  • KiCo-Studie – Erste Ergebnisse zu den Erfahrungen und Perspektiven von Eltern und ihren Kindern während der Corona-Maßnahmen veröffentlicht.
    Die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie haben den Alltag vieler Familien in erheblichem Umfang verändert. Wie es Eltern und ihren Kindern damit geht, wie ihr aktuelles Wohlbefinden ist, was ihren Alltag kennzeichnet, wie die Passung zu den Regelungen der Kitabetreuung, Schulöffnung und auch der Arbeitgeber*innen ist – dies sind die Kernfragen der Onlinebefragung „KiCo“, welche im Zeitraum vom 24.04.2020 – 03.05.2020 durchgeführt wurde. Über 25.000 Personen haben in dieser kurzen Zeit mindestens 95 Prozent des Fragebogens beantwortet und sich damit viel Zeit genommen.
    Die ersten Einblicke in die Ergebnisse der Befragung KiCo sind seit dem 27.05.2020 open access über den Universitätsverlag Hildesheim veröffentlicht und können über folgenden Link abgerufen: https://doi.org/10.18442/121
     

  • Das SIN – Studio im Netz e.V. hat eine nicht repräsentative Umfrage bei Kindern und Jugendlichen zum Thema "Die Kinder im Blick" durchgeführt und Fragen zum aktuellen Alltag gestellt. Die Ergebnisse inkl. offener Statements der Befragten finden Sie hier.
     

  • DJI-Studie: Kind sein in Zeiten von Corona – Erste Ergebnisse veröffentlicht
    8.000 Eltern von Kindern im Alter von drei bis 15 Jahren haben sich an der Studie beteiligt. Die ersten Ergebnisse zeigen: Die Coronavirus-Pandemie hat insbesondere den Alltag von Familien und Kindern vollkommen verändert. Zwar scheinen viele Kinder die damit einhergehenden Herausforderungen eher gut oder sehr gut zu bewältigen, jedoch berichtet ein Drittel der vom Deutschen Jugendinstitut (DJI) befragten Eltern, dass ihr Kind Schwierigkeiten hat, mit der aktuellen Situation zurechtzukommen.
    Weitere Informationen zu den Ergebnissen der Studie finden Sie hier.
  • Erste Ergebnisse der bundesweiten Studie JuCo veröffentlicht: Erfahrungen und Perspektiven von jungen Menschen während der Corona-Maßnahmen.
    Es haben sich viele Jugendliche – ca. 6000 – in sehr kurzer Zeit an der bundesweiten Studie JuCo der Universitäten Frankfurt und Hildesheim beteiligt, um von ihren Erfahrungen und Perspektiven während der Corona-Krise zu berichten. Die Forscher*innen sehen darin ein Signal und einen Auftrag, die Ergebnisse der Studie möglichst schnell der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen. Über diesen Link gelangen Sie zu den Ergebnissen. Außerdem finden Sie hier einen Bericht zur Studie in ZDF-heute.
  • Wie Kinder und Jugendliche die Situation erleben und mit ihr umgehen, hat der Kinder- und Jugendhilfe Landesrat Brandenburg im Rahmen einer "Corona-Umfrage" erhoben. Die Zusammenfassung der Ergebnisse steht online zur Verfügung: https://kjlr-brandenburg.de/
     
  • Online-Befragung „Thüringer Familien in Zeiten von Corona“ im Auftrag des Kinderschutzbundes Landesverband Thüringen, durchgeführt von der Fachhochschule Erfurt. Einen ersten Ergebnisbericht finden Sie hier.